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Das was ich glaube ist meine Wahrheit, aber stimmt das wirklich?

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Zuletzt aktualisiert am 25. Oktober 2019

Das was ich glaube ist meine Wahrheit. Aber stimmt das wirklich? Ich überprüfe meinen Glauben. Deichkind hat ein cooles neues Lied herausgebracht. Wer sagt denn das? Man ohne Einladung nicht eingeladen ist? Impulsive Menschen keine Grenzen kennen? Und das ne Mauer bauen wirklich was bringt, Mr. President? Die Schilder, die Regeln, die Presse der Blog,……

Das hat mich dazu veranlasst mich mit diesem Thema wieder zu beschäftigen. Zwei tolle Bücher hierfür findes du hier: Mühelos manifestieren und das fünfte Versprechen.

Die „gesellschaftlichen, medialen und anerzogenen Glaubensätze sind das wonach wir handeln, wenn wir es nicht anzweifeln und uns unsere eigene Meinung bilden.

Beispiel:

Wenn ich jetzt nicht der „ gesellschaftlichen Norm“ entspreche und ein kleiner Mann oder eine große Frau bin und ich diesem Satz „Männer sind grösser als Frauen“ glauben schenke, kann das zu massiven Komplexen führen.

Unser westliches perfektes gesellschaftliches Frauenbild ist momentan ungefähr so. Frauen haben lange Beine, die Maße am besten 90, 60, 90.  Viele Frauen sind sehr bemüht, möglichst nah an diese perfekte Vorstellung heranzukommen, die uns meiner Meinung nach suggeriert wird und die wir dann glauben. Warum genau? Weil wir, wie in einer Art gesellschaftlicher Gehirnwäsche, durch Marketing und Erziehung bzw. Erfahrungen daran glauben, dass wir dann gut genug sind, wenn wir so sind.

Gehen wir z.B. nach Afrika, da sind dann große Hintern das perfekte Frauenbild. Gehen wir in der Zeitachse zurück, da bestand die Weiblichkeit aus deutlichen Kurven und Rundungen der Frau und die von der momentanen Gesellschaft angesehenen „Hungerhaken“ wären die „Aussenseiter“.

Versteht ihr, was ich meine? Je nachdem, was uns unsere Erziehung, Erfahrung,  Gesellschaft und Medien glauben lassen wollen was „in“ ist, das saugen wir  auf und versuchen so zu sein, damit wir „ins System passen“ und geliebt werden. Warum hinterfragen wir das System eigentlich kaum? Warum lassen wir uns das einfach überstülpen? Sind wir zu bequem geworden, uns unsere eigene Meinung zu bilden? Haben wir Angst, verurteilt zu werden, weil wir etwas anderes denken und glauben als die Masse?

Ein weiteres Beispiel:

Wir leben glücklich, monogam, bis das der Tod uns scheidet?

Durch die ganzen Besitzansprüche wurde irgendwann beschlossen, dass wir heiraten sollen, (Mann und Frau) monogam leben sollen und wir glücklich sind bis das der Tod uns scheidet. So stellen wir uns das vor und sind dann enttäuscht, wenn wir eben nicht so glücklich sind. Wir gehen Beziehungen ein, damit unser Partner unsere eigenen Defizite ausgleicht und wundern uns dann, dass nach der „rosaroten-Brillen“ Zeit unsere Defizite immer noch da sind, weil uns der andere doch nicht vervollständigen kann. Verurteilen uns selbst, wenn wir jemand anderen attraktiv finden und erlauben uns nicht einmal den Gedanken daran, jemand anderen attraktiv zu finden (die Gedanken sind frei? Tatsächlich?).  Oder wir betrügen unsere Partner, weil wir den urmenschlichen Drang nach Freiheit und Selbstbestimmtheit haben, wir denken, dass das Gras auf der anderen Seite grüner ist und stellen uns vor, dass der andere Partner viel toller ist (erinnere dich zurück an den Anfang deiner Beziehung, war es da nicht auch so?) Wir sind vielleicht eifersüchtig, weil wir eine Art Besitzanspruchsdenken haben, das ist mein Partner, der gehört mir. Gemischt mit Verlustangst, wenn mein Partner jemand anderen attraktiv findet? (er/sie liebt mich nicht mehr. (wirklich?) Besitzt Du Deinen Partner, einen Menschen? Gehört dein Kind wirklich dir?

Bist Du bereit, die gesellschaftlichen Regeln in Frage zu stellen?

Ja ich weiß, einige werden jetzt sagen, häh, die spinnt doch?

Ja, vielleicht möchte ich mich einfach nicht in dieses „normale“ von der momentanen gesellschaftlichen Mehrheit gesetzte Schema pressen lassen, mit der Bewertung was gut und was schlecht ist. Was man tut und was man lässt. Was sich gehört und was nicht. Was ist hübsch und was ist hässlich. Ich möchte gerne, soweit es mir irgendwie möglich ist, selbst entscheiden, an was ich glaube. Ich finde korpulente Frauen sinnlich und weiblich, wenn ihre Augen strahlen und sie das Leben leben, lachen und genießen. Ich finde die 90-60-90 super hübschen Models perfekt zum anschauen, aber oft haben sie meiner Meinung nach keine Ausstrahlung und die Augen sind stumpf und leblos. Für mich ist das nicht schön. Es ist einfach nur ein Plakat, ein Bild.

Bist du bereit, deinen eigenen Glauben, deine Annahmen in Frage zu stellen?

Negative Glaubenssätze:

Wenn du glaubst, dein Partner ist mehr wert, weil er die Familie finanziell versorgt, während du zuhause den Haushalt und die Kindererziehung erledigst, dann wirst du dich selbst für das was du leistest immer abwerten!

Wenn du glaubst du kannst nicht gut Auto fahren, dann wirst du auch keine sichere Autofahrerin werden!

Wenn du glaubst, du bist zu alt um einen neuen Job zu beginnen, dann wirst du auch keinen neuen Job anfangen!

Wenn du glaubst, andere treten dir immer absichtlich auf den Slips und ärgern dich, dann wirst du dich auch immer angegriffen fühlen!

Wenn du glaubst, das was du sagst interessiert ja eh keinen und du fühlst dich gläsern, dann wird es auch niemanden interessieren und dich wird keiner ernst nehmen.

Wenn du aber glaubst, du bist eine gute Mutter (Vater) und machst deinen Job im Haushalt und die Kindererziehung gut, dann bist du ebenso viel wert wie dein Partner, der sich um die finanzielle Belange der Familie kümmert.

Wenn du aber glaubst, du bist ein guter Autofahren, dann wirst du automatisch auch sicher fahren.

Wenn du aber glaubst, du kannst auch in deinem Alter noch was Neues als Job machen, dann wirst du das auch anpacken und versuchen.

Wenn du aber glaubst, vielleicht wollte dich der andere gar nicht absichtlich ärgern oder verletzen, sondern hat z.B. einfach nur selbst einen schlechten Tag, dann wirst du dich nicht angegriffen oder verletzt fühlen.

Wenn du aber glaubst, das was du zu sagen hast ist wichtig, (und sei es auch nur um deine eigene Meinung zu vertreten), dann werden dich deine Mitmenschen auch tatsächlich anhören.

Ich habe mich verurteilt, dass ich nicht so denke, wie ich glaubte, denken und fühlen zu müssen! Denn es ist oft bequemer sich der Masse anzupassen, als selbst zu denken, allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt.

Ich habe mich dafür verurteilt, als ich in meiner Beziehung nicht mehr glücklich war, obwohl ich nach außen hin alles hatte. Ich habe mich verurteilt, dass ich nicht die Mutter bin, die ich dachte, dass sie von der Gesellschaft eigentlich verlangt wird. Ich habe die Mamas verurteilt, die ihr Kind den ganzen Tag in die Kita geben und trotzdem nicht arbeiten müssen (= Rabenmutter). Ich habe gelästert, über andere die nicht meinem Weltbild oder eher dem gesellschaftlichen Weltbild) entsprochen haben. Warum? Weil ich daran geglaubt habe, ohne darüber nachzudenken, ob ich dem wirklich Glauben schenken möchte. Ich habe die „Richtigkeit“ bzw. die „Falschheit“  nicht angezweifelt. Ich war zu bequem, darüber nachzudenken, was ich tatsächlich wirklich denke. Ich war zu feige, meine eigene Wahrheit wirklich anzusehen und auszusprechen.  Es war so viel einfacher, so zu sein, wie alle sind. Es war so viel einfacher mich selbst als Opfer zu sehen und die anderen als Täter.

Mein Partner gehört mir nicht!

Mein Partner gehört mir nicht, auch wenn ich manchmal gerne daran glauben möchte. Er ist tatsächlich nur ein Teil meines Lebens, meiner Lebenszeit. Vielleicht für immer, vielleicht bis einer von uns stirbt, vielleicht für einen Lebensabschnitt, bis ein neuer Abschnitt beginnt. Das Leben hat seine eigenen Regeln. Denn die einzige Beständigkeit, die wirklich absolut sicher ist, ist die Beständigkeit, dass sich immer alles verändert. Denn nichts ist in Stein gemeißelt und bleibt ewig, nicht einmal das in Stein gemeißelte.

Mein Kind gehört mir nicht!

Mein Kind „gehört“ mir genauso wenig. Ich kann mein Kind lieben, egal ob es gerade lacht oder einen Wutanfall in einem Supermarkt hat und es gesellschaftlich ein „no go“ ist. Ich kann meinem Kind zur Seite stehen, bei Enttäuschungen, Frustration, Traurigkeit, Wut und Freude. Ich kann mein Bestes geben und einen sicheren Hafen bereitstellen. Aber ohne, dass ich eine Gegenleistung oder auch nur irgendwelche Erwartungen an sie habe. Ich kann nicht bestimmen, dass sie mir irgendwann Enkel schenkt, dass sie in meinem Alter für mich sorgt oder in meiner Nähe wohnt um mein Leben zu bereichern, dafür bin ich ganz alleine zuständig und es ist meine eigene Verantwortlichkeit. Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen. Ich kann ihr zeigen, wie man die Steine aus dem Weg räumt, eine Brücke baut oder ihr Mut machen den Berg zu erklimmen indem ich es selbst tue und ein gutes Vorbild bin. Ob Sie dann tatsächlich die Brücke baut oder durch den Fluss hindurchschwimmt, den Berg erklimmt oder um den Berg Außen herum geht, wird ihre eigene Entscheidung bleiben und Diese habe ich zu respektieren.

„Solange dein Kind klein ist, gib im Wurzeln, wenn sie größer werden, schenk ihnen Flügel“ (Khalil Gibran)

Fazit:

Hinterfrage das, was Du liest, hörst und spürst und vor Allem denkst – manchmal auch ganz subtil. Nehme die Dinge zwar als Meinung anderer oder als deine Gefühle an aber hinterfrage sie, ob es wirklich auch Dir entspricht. Bilde Dir Deine eigene Meinung. Frage dich selbst, warum Du dieser Meinung bist? Musst Du überhaupt immer eine Meinung zu allem haben? Ist es, weil alle anderen auch dieser Meinung sind? Willst Du Konflikten aus dem Weg gehen oder im Gegenteil, willst Du immer Recht haben? Betrifft es dich selbst überhaupt? Wenn gerade zwei streiten oder heiß diskutieren, in wie weit hast Du damit etwas zu tun? Selbst meine Zeilen, die ich hier schreibe- prüfe für dich, woran Du glaubst oder glauben willst.

Viel Spaß beim Üben

Servus und Namasté

Deine Monika

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